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Peter Behrens School
of Architecture
 
 

Dept. of Duesseldorf University
of Applied Sciences
 
 
 

Wahrnehmung / Gestaltung

Lehrgebiet

In der PBSA wird Wahrnehmungs- und Gestaltungslehre als Grundlagenfach in den ersten drei Semestern Bachelor-Studiengang angeboten, sowie spezifisch vertiefende Seminare im Master-Studiengang. Die Themenbereiche der Grundlagensemester liegen in der Sinnesschulung, ersten Material- und Raumerfahrung, Synästhesien; Grundlagen der Wahrnehmung: z.B. Physiologie/Psychologie, Gestaltgesetze, Wahrnehmungsphänomene. Es geht um die Erfahrung formalästethischer Gesetze und Möglichkeiten, Förderung des Darstellungsvermögens und der Urteilskraft sowie um das grundsätzliche Entwickeln des Bewusstseins für eine gestaltete Umwelt im kulturellen Kontext. Die Lehrinhalte werden in Vorlesungen vermittelt. Hierzu werden praktische Arbeiten in zwei- und vornehmlich dreidimensionalen Bereichen angeboten. Die Vorlesungsthemen werden in Form einer Terminliste zu Beginn des Semesters ausgehängt.

PBSA

Darstellung des Lehrgebietes und der Studienangebote zur Information


Leitung
Prof. Oliver Kruse

Lehrgebiet
Wahrnehmungslehre/Gestaltungslehre

Mitarbeiter
Berit Wagener, Tutorin
e berit_wagener@web.de

Raum
A 1.37

Sprechstunden
nach Vereinbarung

Gremien
- Senat 1996 - 2010
- Fachbereichsrat ab 2010 (gewähltes Mitglied)
- Evaluation, Ranking (in Zusammenarbeit mit der Dekanatsassistenz)
- Öffentlichkeitsarbeit (in Zusammenarbeit mit Prof. Scheer/Prof. Andres/Dekanatsassistenz/Hr. Plotzke)
- Fachgruppe Gestalten/Darstellung

Kontakt
t +49 (0)211 4351 115
e oliver.kruse@fh-duesseldorf.de

Die PBSA ist eine entwurfsorientierte Schule. Unter dem Namen Peter Behrens werden interdisziplinäre und ganzheitliche Gestaltungsansätze angeboten. In diesem Rahmen nimmt die Wahrnehmungs- und Gestaltungslehre eine grundlegende Position ein. Studenten sollen nicht zu funktionierenden Mitarbeitern in den Architekturbüros ausgebildet werden, sondern zu Autoren ihrer eigenen Welt. Analog zu Peter Behrens werden in diesem Sinne gelebte künstlerische Positionen des 20. Jahrhunderts vermittelt, u.a. Gerrit Rietveld, Erwin Heerich, Donald Judd usw.
Das Leben ist ein Vorgang, in dem sich Brot tatsächlich in Fleisch verwandelt, chemikalisch und ganz ohne Mystik. „Ich esse, was ich bin“ war die Überzeugung humanistischer Denker wie Paracelsus. Ebenso werden sich angehenden Architekten geistige Vorbilder und Arbeitsprozesse in einem Studiengang aneignen. Die anschauliche und theoretische Nahrung, die die Studierenden zu sich nehmen, wird zu einem Teil von ihnen.
Wenn es stimmt, was wir von der Hirnforschung über Spiegelneuronen erfahren, dann ist das sozialprägende Verhalten der Vorgängergeneration hirnprägend. Spiegelneuronen werden aktiv beim Betrachten von Vorgängen im Hirn des Betrachters und zwar gerade so, als würde er die Tätigkeit, die er sieht, selbst ausüben. In diesem Sinne können wir Studierende an kulturelle Werte heranführen und verantwortungsvoll dazu beitragen, einen Sinn für Qualität zu entwickeln.

„Kein Lebendiges ist eins – immer ist’s ein Vieles“ Goethe.
Alles hängt mit allem zusammen. In der Architektur müssen viele Gestaltkräfte zusammenkommen, um ein Bauwerk zu realisieren: Gestalter, Planer, Handwerker, Ökonomen, Techniker usw. Hierbei ist auch eine Erfahrung, eine Arbeit im Kollektiv zu realisieren grundlegend wichtig. So werden in den ersten Semestern entsprechende Arbeiten angeboten ( Vgl. Gestaltungslehre III „Der Bau einer Maschine im Kollektiv“; oder das Thema „Cadavre Exquis“ im dreidimensionalen Raum im ersten Semester. Als Gegengewicht zum vorherrschenden Individualismus können die Studierenden auch anonyme Positionen kennen lernen:
„Die Vereinzelung des Individuums darf nicht täuschen.
In Wahrheit fließt etwas fort unter den Individuen“. Nietzsche

Ausgehend von einer Idee von Yves Klein kann man die Grundlagen der Gestaltung als „Schule der Sensibilität“ bezeichnen.
„Dies Zentrum der Sensibilität soll bewirken, dass die Möglichkeiten schöpferischer Imagination als Kräfte der persönlichen Verantwortung neu geweckt werden. Es soll bewirken, dass die heute überanstrengte und überschätzte Quantität von einem frischen Begriff, von dem eigentlichen Begriff der Qualität abgelöst wird.“ Yves Klein

Die heutige Trennung von Kunst und Architektur ist das Resultat unterschiedlicher Haltung: Die Architektur entwickelt sich zu einer Dienstleistung, zu einem Beruf, während die Kunst etwas sein sollte, was man tun muss und gern tut. Viele Architekten suchen in der alten und neuen Kunst nach Ideen, die sie ihren Bauten anheften können. Das plastische Element in der Architektur ist weitgehend verkümmert. Die Fähigkeit des Erlebens des Geistigen in den materiellen und abstrakten Dingen kann aber geweckt werden. Absolute Freiheit stetig zu forschen ist die Bedingung dazu, die Kunst (Baukunst) zu einer hohen Qualität zu bringen.

Consultance

Consultance ist ein Angebot gemäß der Studienverlaufspläne mit eigenem Prüfungsanteil beim Entwurf.

Intra Muros / Extra Muros

In der Intra Muros Woche werden Workshops zur aktuellen gestalterischen Verbesserung der Hochschulsituation
s. Innenhofumbau Horti Conclusi angeboten, ein Eingriff in die Wirklichkeit.
Im Rahmen der Extra Muros Woche werden Reisen zu großen kulturellen Zentren Europas unternommen, wie Venedig im SS 2006 und London im SS 2008, im Wechsel mit Workshops im Rahmen der Stiftung Insel Hombroich.

Prof. Oliver Kruse

Programm WS 11/12



Gestaltung I für Erstsemester:
Grundlagen der Gestaltung

Es geht um das Einüben des Elementaren,
das Erarbeiten grundsätzlicher Fragen des Gestaltens, lt. Aushang und Curriculum: Verständnis der Sinne und der Wahrnehmung, Gestaltgesetze, Proportion, Form, Farbe, Struktur;
2 und 3 dimensionales praktisches Arbeiten im Seminar.

Dienstags 11:30-18:00, Raum A 1.35,
 Einführungsvorlesung am 27.9. 2011 um 11.30





Gestaltung 3 für Drittsemester:
Raum und Bewegung


Im 3. Semester BA bieten die in der Gestaltung lehrenden Professoren/innen eine Vertiefung nach eigenem Schwerpunkt an: im WS 11/12 kann das Thema Raum und Bewegung weiter entwickelt werden: Die Architektur hat eine cinematografische Natur, sowohl hinsichtlich ihrer Konzeption und Rezeption. Erst durch die Bewegung des eigenen Körpers im Raum kann man Architektur überhaupt wahrnehmen. Auch beim konzipieren raum- zeitlicher Abläufe kommen bewegliche Prozesse zum Ausdruck. Die Untersuchung räumlich-dynamischer Prozesse, beginnend mit Darstellungs- und Orientierungsübungen, ermöglicht das Gestalten komplexer, sequentisch ineinander verschachtelter Raumstrukturen. Nach „Maschine, Container, Gucklhupf, architektonischer Mechanismus und Compilation“ soll erneut eine großformatige, kollektive Arbeit zum Semesterende gebaut und filmisch dokumentiert werden.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Anmeldung durch Eintrag in die Liste: Di., 27.09.2010, um 10 Uhr. Raum A 1.35;
Vorlesungen und Seminare: Donnerstags 14:00-18:00, Raum N 1.31
, Einführungsvorlesung am 29.09.2011 um 14 Uhr






Gestaltung MA für Masterstudenten:
MA Pavillon,
Teil III

Eine ganzheitliche Betrachtung und Anwendung gestalterischer Strategie in Fortsetzung von MA Pavillon, der NY Pavillon AG und der Umsetzung der begehbaren Skulptur Ma 1:1 vor der Holzwerkstatt. 
Im zeitgenössischen Kulturgeschehen zieht die Architektur als künstlerisch gestaltete, begehbare Skulptur grösste Aufmerksamkeit an. Der architektonische Pavillon hat eine lange Geschichte: 
Wir werden zunächst traditionelle sowie zeitgenössische Positionen analysieren: Pavillons, Follies, Gazebos, Tempel, Einräume und deren und gestalterische Konzepte; ausgehend von asiatischen Kulturen, Tempelanlagen und Teepavillons in japanischen Kaiserpalästen und Zen Gärten – über den Pavillon im 15-19. Jahrhundert, vom engl. Landschaftsgarten – Venezianischen Giardini bis hin zum zeitgenössischen Beispielen: „Serpentine Gallery Pavillion“ 2000 Z. Hadid - 2008 Sanna – oder Ai Weiwei’s „Jinhua Park“ in China in dem er 17 prominente Architekten einlud, ein Pavillon in einem Ensemble zu gestalten. Nach der theoretischen Untersuchung ist das Gestalten und Bauen eines eigenen Pavillons – in einzel oder kollektiv Arbeit geplant, es ist sowohl ein innenarch. als auch arch. Thema möglich,
ggf. auch im Zusammenhang mit dem gewählten, aktuellen Entwurfsthema. 1-2 Exkursionen sind geplant: zB Museum Insel Hombroich, Kroeller Möller Museum, Zumthor Kapelle, Eifel.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 begrenzt. Anmeldung ab 26.9.11 durch Eintrag auf Liste
am Raum A 1.37, 
 Vorlesungen und Seminare: Donnerstags 10:00-11:30 +- 30 min. , Raum N 1.33.1
; Einführungsvorlesung am Do., 29.09.2011 um 10:00
Uhr




Intra Muros „Rhythm Is It“

in Zusammenarbeit mit Pimenta Malagueta, Köln. 


Nach der Neugestaltung des Innenhofs und des Eingangsbereiches in den letzten Semestern wollen wir im WS 11/12 in der Architektur zur Anwendung kommende Rhythmen mit musikalischen Rhythmen gegenüberstellen. Von einer gemeinsamen, rhythmisch geprägten Aufführung, bis hin zu architektonisch rhythmischen Intervention z.B. einer weiteren Innenhofgestaltung der PBSA sind verschiedene Arbeitsergebnisse möglich. In Intra Muros „rhythm is it“ geht es um die optische und akustische Erscheinung von Rhythmen und die Differenzen und in Ihrer Wahrnehmung. Zudem ist die Vorführung und Diskussion des gleichnamigen Dokumentarfilms Rhythm Is It! , ein vielfach prämierter deutscher Film von Thomas Grube am ersten Abend geplant.

http://www.youtube.com/watch?v=_e-cwOn5w3A

Anmeldung durch Eintrag in die Liste an der IM Wand, Termin lt. Aushang: 18.-21.10.2011

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.


Vorbereitung: bitte nehmen Sie sich Zeit für ein vorbereitendes Treffen ca. 14 + 7 Tage vor der I.M. Woche, zur Abstimmung!:
1. Treffen: Di 4.10.11, 17:00, 2. Treffen Do. 13.10.11, 17:00, Raum A 1.37

FH Düsseldorf
25.09.2011 - 21:09

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